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Entwicklung neu denken

Entwicklung neu denken

Wohin führt uns die derzeitige Entwicklung? Wie passen die fortschreitende neoliberale Wirtschaftsentwicklung mit den Versuchen den internationalen ökologischen, ökonomischen und sozialen Problemen gerecht zu werden, zusammen? Bisherige Konzepte »nachhaltiger Entwicklung« werden von realen Entwicklungen überholt. Es gilt in einem globalen Prozess von unten neue Entwicklungsziele für Süd und Nord zu finden. Stuttgart Open Fair 2015 bietet hierfür einen offenen Raum, hier können Initiativen, die sich für eine menschenwürdige Welt und nachhaltige Entwicklung einsetzen, mitgestalten.

Von Antiwachstum und De-growth

Die Vision einer Postwachstums-Gesellschaft beinhaltet u.a. eine Relokalisierung der Wirtschaft, die gerechtere Verteilung von Einkommen und Ressourcen, neue demokratischere Institutionen, Suffizienz, und soziale und technische Innovationen, die ein geselliges und bescheidenes Leben fördern. Wohlbefinden speist sich in dieser Vision aus vielen nicht konsumabhängigen Dingen – Räume für soziale Interaktionen, mehr Zeit mit Freunden und der Familie, mehr Einfachheit im Leben, Nachbarschaftshilfe, die gerechtere Verteilung von Arbeit und weniger materieller Konsum (zit. nach Lexikon der Nachhaltigkeit).

Im kommenden Stuttgart Open Fair wird es darum gehen
– neue Gedanken zu entwickeln, um Entwicklung neu zu denken,
– durch kreative und emanzipatorische Prozesse gemeinsam handlungsfähig zu werden und
– lokale Initiativen gelebter Alternativen kennenzulernen und positive Ansätze zu verfolgen. Auf diesem Weg können wir experimentell der anderen Welt ein Stückchen näher kommen, uns gegenseitig stärken und sichtbar machen.

Hier findet ihr auch unsere Sammlung zu “Entwicklung neu denken” beim Perspektiventag am 12.07.2014. Plakat 1 und Plakat 2.

De-growth – Der Beginn einer Bewegung? -Paper von Ulrich Brand zum Download.

Post-2015-Debatte Im Jahr 2015 läuft die Frist zur Erreichung der Milleniumsentwicklungsziele aus. Daher stellen sich die Fragen: Haben die Millenium Development Goals (MDGs) Erfolge gebracht? Was könnten neue Ziele sein? Wie wollen wir in Zukunft leben? Diskutiert wird u.a. Folgeziele für die Millenium Development Goals zu finden und auch die Sustainable Development Goals, die anlässlich der Rio+20-Konferenz entwickelt wurden, zu berücksichtigen. Für die MDGs gelte es die Stärken (v.a. Konsensfähigkeit) auszubauen und die Schwächen abzubauen (kontrollieren nicht die Langzeiteffekte, nicht bindend, es braucht Ziele für Entwicklungs- und Industrieländer gleichermaßen). Vor allem müsse die wachsende soziale Ungleichheit bekämpft werden und die Ziele müssten in einem basisnahen partizipativen Prozess entstehen. Weitere Hinweise u.a. auf www.beyond2015.org