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StadtteilGespräch – Wohnen

Wohnraum gerecht besi|etzen

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Hier können Sie das Programm herunterladen.

Freitag, 20. Mai 2016, 15:30 Uhr
Selbstverwaltetes Stadtteilzentrum Gasparitsch
Rotenbergstr. 125
70190 Stuttgart

Impuls von Klaus Teschner zu nachhaltiger Stadtentwicklung –
Weltkonferenz Habitat III – Wohnen
Aktionsplanung und Gespräch mit lokalen Initiativen

Mitveranstalter:
Stuttgart Open Fair (SOFa)
chloroplast stuttgart e.V.
Leerstandsmelder Stuttgart
Linkes Zentrum Lilo Herrmann
Stadtteilzentrum Gasparitsch

Gäste:
Stadtlücken
Fabrik Heslach
weitere Wohn-Initiativen…

Moderation: Andreas Wenzel und Sophia Kühne

Programm

Hier können Sie das Programm herunterladen

15.00 Ankommen Kaffee und Offene Gespräche mit Vertreter*innen von lokalen Initiativen
15.30 Impuls zu nachhaltiger Stadtgestaltung
16.30 TischGespräche mit lokalen Inis, Aktionsplanung
17.30 Ergebnisse, Verabredungen, Ausklang

Im Anschluss an das SOFa – Stadtteilgespräch noch gemütlich gemeinsam Abendessen, in der “Verdräng-BAR” weiter unterhalten, feiern und trinken gegen hohe Mieten und für das Recht auf Stadt.

Weltweit: Wie steht es ums Wohnen?

Auf der UN-Weltkonferenz Habitat III im Herbst in Quito soll über ein neues Leitbild zur nachhaltigen Stadtentwicklung und Wohnungsversorgung verhandelt werden, das die Umsetzung der neuen nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG) konkretisiert. Stadtteilinitiativen, Mieter*innengruppen und Bewohner*innen von Elendsvierteln haben sich im Vorfeld international vernetzt und versuchen durch ihre Arbeit zu erreichen, dass diese Diskussion von Regierungen und Fachleuten auf der Weltkonferenz auch etwas mit den realen Problemen der zu Miete Lebenden, der Geringverdienenden oder der Bevölkerung von Elendsvierteln zu tun hat. Dabei sollen nach den Forderungen der Habitat-Netzwerke auch die Rahmenbedingungen und die dunklen Seiten der blendenden Zukunftsentwürfe ins Auge gefasst werden: Zunehmende Bodenspekulation und zunehmender Einfluss der internationalen Finanzmärkte auf Baukredite und Immobilien, der Ausverkauf des städtischen Bodens an Meistbietende, die Verdrängung einkommensschwacher Bevölkerungsteile an die Stadtränder, Vertreibungen und Zwangsräumungen sowie die systematische Zerstörung preiswerten Wohnraums. Sie fordern die Verwirklichung des Menschenrechts auf angemessenes Wohnen und des Rechts auf Stadt, eine soziale Regulierung der Immobilienmärkte und der Nutzung des städtischen Bodens sowie eine wirksame Mitsprache aller Stadtbewohner*innen bei den jetzt anstehenden Umgestaltungen, Erneuerungen und Erweiterungen der Städte.

Klaus Teschner

teschner

Architekt und Stadtforscher. Arbeitete als Architekt im Bereich Wohnungsbau sowie als Architekturdozent in Stuttgart und Berlin. Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen zur Stadtentwicklung in Lateinamerika und zu städtischen Sozialbewegungen. Herausgeber der Fachzeitschrift TRIALOG für das Planen und Bauen im globalen Kontext. Seit 2002 Fachreferent für Städtische Entwicklung beim Bischöflichen Hilfswerks MISEREOR in Aachen. Projektbegleitung und intensiver Austausch mit Wohnungsbaukooperativen, Basisorganisationen aus städtischen Armenvierteln und städtischen Sozialbewegungen in Lateinamerika und Afrika, unter anderem in Argentinien, Brasilien, Kamerun, Kenia, Kolumbien, Mexiko, Namibia, Peru, Sambia, Simbabwe, Südafrika und Venezuela, aber auch mit Habitat Netzwerken auf internationaler Ebene (Habitat International Coalition, International Alliance of Inhabitants, Shack Dwellers International) sowie mit städtischen Initiativen in Berlin, seinem Geburts- und Wohnort.

Vor Ort: Wie steht es in Stuttgart ums Wohnen?

Mieterhöhung, Sanierung, Abriss, Leerstand – das ist in Stuttgart keine Frage und für viele Stadtbewohner*innen unangenehme Realität. Allerorts wuchern Mieten und liegen Grundstücke brach. Verschiedene Stuttgarter Initiativen haben darauf Antworten und einige Projekte gestalten bereits konkrete Transformation. In verschiedenen Stadtteilen gibt es Mietertreffen, z.B. im Stadtteilzentrum Gasparitsch. Im bisher einzigen Mietshäusersyndikatsprojekt in der Stadt (im Lilo Herrmann) wird gemeinschaftlich und bezahlbar gewohnt. Chloroplast e.V. lässt das ehemalige Walz-Areal neu erblühen, sei es kulturell, grün und bald auch wohnlich. Und wer Leerstände und Brachen melden und neu bespielen möchte wird unter Leerstandsmelder und Stadtlücken fündig.
Stuttgart Open Fair lädt diese Initiativler*innen ein gemeinsam und mit allen StadtteilGesprächsbesucher*innen an Aktionsideen zu spinnen. Sei auch Du dabei!

Kontakt

In der Weltwerkstatt im Welthaus Stuttgart
Charlottenplatz 17, Eingang 5 im Hof
70173 Stuttgart
Tel 0711 315 18270
Andreas Wenzel
a.wenzel[at]stuttgartopenfair.de –> [at] bitte durch @ ersetzen.