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Workshops FORUM 2016

Bitte beachten: die Zeiten der Workshops können sich noch verändern!

Bei einigen Workshops und Podien hat das Freie Radio Stuttgart das Gesprochene aufgezeichnet. Hier kann mensch die Audios hören und herunterladen.

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Samstag, 30.Januar 2016

10:00-11:30 Uhr WORKSHOPPHASE 1 Wo stehen wir?

16:30 – 18:00 Uhr WORKSHOPPHASE 2 Wie können wir die Welt verändern? Bewegungsspielräume global und lokal

Sonntag, 31.01.2016

11:30 – 13:00 Uhr WORKSHOPPHASE 3 Wie erreichen wir unsere Ziele?

WORKSHOP 1.1
Eine Welt beginnt: Hier. Ideen für eine nachhaltige Entwicklung zum fairen Agrarhandel

Arme Menschen, die als Bauern arbeiten, verfügen nur über geringe Ressourcen von Kapital, Arbeitskraft und Land. Das schränkt ihre Entscheidungs- und Produktionsmöglichkeiten stark ein. Autarkie, Selbsthilfe und Selbstversorgung sind Schlagworte, die gut klingen. Doch für Menschen, die zur Subsistenzwirtschaft gezwungen sind, weil sie keine Arbeit finden, kein Land hinzu pachten können oder sich ihre Produkte nicht mehr vermarkten lassen, wird sich die Lage schlechter entwickeln, als wenn sie – unter ansonsten gleichen Bedingungen – Zugang zu gut funktionierenden Faktormärkten hätten.
Gleichzeitig steigt der grenzüberschreitende Handel mit landwirtschaftlichen Produkten kontinuierlich. Hauptmotor dieser Globalisierung in der Landwirtschaft ist die subventionierte Überproduktion in den USA und der EU und das Duell dieser Agrargiganten um ausländische Absatzmärkte. Über die Weltbank, den Internationale Währungsfonds (IWF) und die Welthandelsorganisation (WTO) haben sie die Entwicklungsländer gedrängt, ihre Märkte zu öffnen und damit den Konkurrenzdruck besonders auf die dortigen Kleinbauern erhöht. Von gewachsenen Exportchancen haben diese auf der anderen Seite kaum profitiert.
Ob eine Liberalisierung des Agrarhandels für Entwicklungsländer einen Ausweg aus Hunger und Armut bietet? Oder liegt eine Lösung viel näher? Hier bei uns? Vielleicht bei Ihnen?
In diesem Workshop lernen wir Initiativen wie „Solidarische Landwirtschaft“ und ihre Vernetzungsstrategien kennen und erarbeiten Handlungsmöglichkeiten auf dem Weg einer nachhaltigen Entwicklung für einen fairen Agrarhandel.

ReferentIn Tom Ferraz Nagl
Veranstalter EPiZ/Bildung trifft Entwicklung
Raum Atelier, 1. OG links

WORKSHOP 1.2
Was heißt hier Transformation? Drei Konzepte im Vergleich

Die Rede von der Transformation hat die alten Begriffe von Reform und Revolution zunehmend abgelöst. Doch was meinen der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU), die Akademie Solidarische Ökonomie (ASÖ) und die Frei Fließenden Fröhlichen Freund_innen des Commonismus (F4C), wenn sie von Transformation reden? Der Vortrag verspricht Aufklärung!
Die Präsentation des Workshops können Sie hier herunterladen oder auf dieser Internetseite einsehen: http://keimform.de/2016/transformationskonzepte-im-vergleich/

ReferentIn Stefan Meretz, Keimform
Veranstalter Stuttgart Open Fair
Raum Raum 3, 2. OG rechts

WORKSHOP 1.3
Das Buen Vivir und seine Herausforderungen

Was ist Buen Vivir/gutes Leben? Woher kommt diese Vision eines Zusammenseins zwischen Menschen und Pachamama (die Muttererde) in Gleichgewichtzustand? Der Workshop bietet auf eine didaktische Weise einen Überblick über das angestrebte Entwicklungsmodell des „Guten Lebens“ in Bolivien und Ecuador auf der Basis von indigenischen Völkern. Schwierigkeiten und Herausforderungen zu seiner Verwirklichung werden auch einbezogen, etwa wie die Problematik der Rohstoffabhängigkeit und die Suche nach der Freundlichkeit mit der Umwelt.
Wer kann teilnehmen? Alle! Der Workshop das „Buen Vivir und seine Herausforderungen” richtet sich an ein verbreitetes Publikum, welchem die heutigen Entwicklungserfahrung von Südamerika Interesse erwecken kann.

ReferentInnen Boris Inti Chamani Velasco und Saron Cabero
Veranstalter EPiZ/Bildung trifft Entwicklung
Raum Tanzsaal, 3. OG links

WORKSHOP 1.4
Mein Umgang mit Vorurteilen in einer bunter werdenden Stadt

In der Stadt begegnen sich unterschiedliche Lebensentwürfe. Wenn wir uns auf der Basis von Vorurteilen begegnen, kann das zu Konflikten führen. Wie finden wir einen konstruktiven Umgang mit unseren Vorurteilen?

ReferentIn Verena Brenner
Veranstalter EPiZ/Bildung trifft Entwicklung
Raum Raum 4, 2. OG rechts

WORKSHOP 1.5
Fähigkeiten in gemeinsamer Selbstorganisation

In dieser Gesellschaft fallen einem Fähigkeiten, die für gemeinsame Selbstorganisation benötigt werden, nicht in den Schoß. Für gemeinsame Selbstorganisation sind mindestens emotionale, motivationale, soziale und fachliche Kompetenzen notwendig. Steigen mit der Projektgröße auch die Anforderungen an die Individuen? Inwiefern hängt das Wollen einer ganzen Gesellschaft, die sich auf freiwilliger Basis selbst organisiert, vom Vertrauen ab, dass sich genügend Individuen die benötigten Kompetenzen aneignen werden? Wird der Gedanke an eine auf Freiwilligkeit beruhende Gesellschaft von den meisten Menschen deshalb verworfen, weil sie sich von den Anforderungen überfordert fühlen? Wie sieht es mit der Entwicklung derer aus, die eine solche Gesellschaft schon wollen? Wie lassen sich Kompetenzen unter den gegebenen schwierigen Bedingungen aneignen?

ReferentIn Tomislav Knaffl
Veranstalter Solidarische Landwirtschaft Stuttgart e.V.
Raum Foyer, EG links

WORKSHOP 1.6
Nachhaltige Stadtentwicklung

Was ist Nachhaltigkeit überhaupt? Tendenzen in der Stadtentwicklung in Deutschland u. in der Welt. Was ist/wäre eine nachhaltige Stadtentwicklung?
Die Präsentation dieses Workshops können Sie hier herunterladen. Leider mussten wir die Auflösung der Bilder reduzieren, damit der download nicht zu groß wird.

ReferentIn Rony B. Liebheit, Stadtplaner und Referent f. städtebauliche Entwicklungspolitik
Veranstalter EPiZ/Bildung trifft Entwicklung
Raum Raum 1, 2. OG rechts

WORKSHOP 1.7
Was tun, wenn es zu heiß wird? Klima und Entwicklung nach dem UN-Klimagipfel

Die internationale KLimapolitik geschieht auf unterschiedlichen Ebenen. Einerseits können die Ergebnisse von Paris (UN-Klimagipfel im Dezember 2015) Chancen und Herausforderungen für eine gerechte Klimapolitik aufzeigen. Andererseits stellt sich die Frage, wie Gesellschaften auf dem Weg einer solidarisch-ökologischen Transformation Entwicklung und Klimaschutz in Einklang bringen können. Der Referent Alpha Kaloga stellt die Ergebnisse des UN-Klimagipfels mit dem Schwerpunkt auf die Auswirkungen auf den globalen Süden vor.

ReferentIn Referent für Klimaanpassung und Entwicklung bei der Organisation Germanwatch
Veranstalter Stuttgart Open Fair
Raum Saal, 2. OG links

WORKSHOP 2.1
Keine Kohle für die Kohle – Divestmentstrategie

In dem Workshop wird die Verknüpfung zwischen Klimawandel und Finanz erklärt, die die Grundlage für die Divestment Bewegung darstellt. Dann wird ein Überblick von den in Deutschland und Baden-Württemberg von der Kohleblase gefährdeten öffentlichen Investitionen gegeben und die aktuelle Divest Stuttgart Kampagne vorgestellt. Methoden für Divestment werden ausgetauscht und Potential für Synergien und ehrenamtliche Zusammenarbeit werden diskutiert.
Hier können Sie die Präsentation des Workshops “Keine Kohle für die Kohle – Divetmentstrategie” herunterladen.
ReferentIn Francesco Maltoni
Veranstalter fossil free Stuttgart
Raum Saal, 2.OG links

WORKSHOP 2.2
Zur Entstehung und Überwindung des Geldes

Die Entstehung des Geldes ist von Mythen umrankt. Viele Ökonomen glauben, die Geld- und Marktwirtschaft habe sich aus einer „natürlichen Neigung des Menschen zum Tausch“ (Adam Smith) entwickelt. Die reale Geschichte erzählt allerdings davon, dass Geld und Markt keineswegs naturwüchsig entstanden, sondern sich als gesellschaftliche Gewalt- und Zwangsverhältnisse entwickelt haben. Kriegsökonomie, Sklaverei und die strukturelle Gewalt von Schulden und Eigentum spielen dabei entscheidende Rollen, sowohl in der Antike als auch im kapitalistischen Weltsystem. Wie aber können die mit dem Geld verbundenen Zwangsverhältnisse überwunden werden? Kann Geld andere Funktionen erhalten und zu einer freieren Gesellschaft beitragen – oder brauchen wir eine Überwindung des Geldes? Welche Schritte können zum Ausstieg aus der Geldlogik der globalen „Megamaschine“ beitragen, um eine Entwicklung in Richtung einer nicht mehr wachstumsgetriebenen, sondern bedürfnisorientierten ökosozialen Gesellschaft einzuschlagen?
Auf dieser Website können Sie weitere zu den Themen des Workshops nachlesen: http://keimform.de/2016/entstehung-und-ueberwindung-des-geldes/
Außerdem können Sie hier die Präsentation herunterladen.

ReferentInnen Stefan Meretz, Keimform und Fabian Scheidler, Kontext TV
Veranstalter Stuttgart Open Fair
Raum Raum 3, 2. OG rechts

WORKSHOP 2.3
Gutes Leben – Gutes Zusammenleben in Stuttgart

Anknüpfend an die indigene Tradition des Guten Lebens aus den Andenstaaten (Das Buen Vivir und seine Herausforderungen, Workshop am Vormittag) wollen wir im Sinne des transkulturellen Transfers ausloten, inwieweit dieser ganzheitliche und nachhaltige Ansatz sich auf unsere gesellschaftlichen Verhältnisse hierzulande übertragen lässt.
Das indigene Paradigma des „Buen vivir“ bzw. „sumay kawsay“ umfasst ökologische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle und spirituelle Dimensionen, die alle miteinander eng zusammenhängen. Ausgehend von den Prinzipien der  Wechselseitigkeit, des erstrebten Gleichgewichts und der gerechten Verteilung der kollektiven Güter wird deutlich, dass individuelle Selbstentfaltung und gutes Zusammenleben in der Gemeinschaft eng zusammenhängen.
Im Workshop wird insbesondere aufgezeigt, welche Impulse wir aus der andinen Tradition für ein gutes Zusammenlebe mit Flüchtlingen gewinnen können.

ReferentIn Gari Pavkovic
Veranstalter Transkulturelles Forum Humboldt 7
Raum Tanzsaal, 3. OG links

WORKSHOP 2.4
Strategien zur Überwindung Institutioneller Menschenfeindlichkeit

Das Thema „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit” ist hochbrisant und bedarf zivilgesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich, juristisch und religiös dringend einer umfangreichen Aufarbeitung. Diese Aufarbeitung wäre sicher auch ein grundsätzlicher und entscheidender Beitrag zur Überwindung der Fluchtursachen derzeit erlebter dramatischer Flüchtlingssituation und überhaupt vieler Entwicklungen in unserer Zeit, die überall und weltweit erkennbar nicht zum Besten der Menschheit dienen.

Dabei erscheint „als zentrale Überlebensaufgabe … neben einer zivilgesellschaftlichen und religiösen Transformation eine Überwindung von Menschenfeindlichkeit im Sinne einer institutionellen politisch-wirtschaftlichen Gruppenbezogenheit und daraus erwachsender Menschenfeindlichkeit dringend erforderlich. Insbesondere durch den „militärisch-industriellen Komplex” entwickelt sich unter weitgehender Ausschaltung demokratischer und vernünftiger politischer Einflußnahme eine zunehmend bedrohliche und ungebremste Hochrüstung von Waffen, eine Entwurzelung des Menschen weltweit und Zerstörung letzter Ressourcen dieser Erde.
Eine kurze Zusammenfassung des Workshops können Sie hier herunterladen.

ReferentIn Ulrich Börngen
Veranstalter Interreligiöse Gemeinschaft für Frieden
Raum Foyer, EG links

WORKSHOP 2.5
Repair-Café: Gemeinsam selber machen in der heutigen Zeit

Alleine in der Region starteten in den letzten Jahren über 10 „Repair Cafés“ die die Lebensdauer von Gegenständen verlängern. Schon früher gab es Selbsthilfe- und offene Werkstätten; Millionen teilen im Internet ihre Heimwerker-Fähigkeiten. In diesem Workshop verorten wir Reparieren und DIY im Lebensstil für die große Transformation; tauschen uns aus über die genannten Institutionen; klären auf, was FabLabs, Maker- und Hack-Spaces sind; spüren nach, wer alte Bekannte im neuen Gewand sind und wie das Internet alles verändert hat. Wer Lust hat, kann praktisch werden: Du hast schon mal selber Knöpfe angenäht? Schubladen geleimt? Fahrradreifen geflickt? das Display eines Smartphones gewechselt? den ausgerissenen Henkel einer Tasche befestigt? ein Spielzeug-Auto wieder zu Fahren gebracht? Shampoo oder Deo selber hergestellt? Dann teile Deine Fähigkeit, werde Experte in unserem Mini/Einsteiger-Repair-Café. Bringt die entsprechenden kaputten Dinge mit und wir versuchen gemeinsam unser Bestes!

ReferentIn Andreas Wenzel
Veranstalter Stuttgart Open Fair
Raum Atelier, 1. OG links

WORKSHOP 2.6
Geht Deiner Welt die Luft aus? CO2-Rechner für Jugendliche

Mit dem CO2-Rechner können jungen Menschen ganz leicht ihren eigenen individuellen CO2-Verbrauch ermitteln. Das Online-Tool ist speziell auf die Lebensrealität von Jugendlichen zugeschnitten und fragt konkrete Themenfelder aus ihrem Alltag ab. Sehr schnell wird man merken, dass selbst bei einem ganz „normalen” Leben oder, wenn Energie nach unserem Verständnis nicht übertrieben verbraucht wird, doch ein sehr hoher CO2-Verbrauch zusammen kommt. Beim Ausfüllen der Fragen gibt es nebenbei weitere Infos zum Thema Energieverbrauch und Klimawandel bevor dann am Ende ein individuelles Ergebnis mit Tipps und Anmerkungen herauskommt.
Nach der Berechnung des eigenen CO2-Verbrauchs wollen wir über „Klimagerechtigkeit” diskutieren. Denn es stellt sich natürlich die Frage was unser Verbrauch jetzt damit zu tun hat, dass z.B. der Meeresspiegel in Bangladesch ansteigt und die Bevölkerung dort vor essentielle Probleme stellt. Abschließend wollen wir auch besprechen, was wir hier tun können.

ReferentIn Carina Tremel
Veranstalter kate – Umwelt & Entwicklung
Raum Raum 4, 2. OG rechts

WORKSHOP 3.1
Selbstorganisierte Strukturen in der Klimabewegung am Beispiel Hambacher Forst

Der Hambacher Forst ist umkämpft. Der Wald wird von RWE, einem der größten deutschen Energiekonzerne, abgeholzt. In den kommenden Jahren soll er ganz dem Braunkohle-Tagebau Hambach weichen. Seit 2012 ist der Hambacher Forst besetzt, Umweltbewegte und Aktivistinnen leisten in Baumhäusern und mit vielfältigen Aktionen Widerstand gegen die Zerstörung. Thomas Puls war lange Zeit im Hambacher Forst und der Werkstatt für Aktionen und Alternativen in Düren aktiv. Er berichtet vom Widerstand und dem Leben im Hambacher Forst als Beitrag einer globalen Klimabewegung.

ReferentIn Thomas Puls
Veranstalter Stuttgart Open Fair
Raum Atelier, 1. OG links

WORKSHOP 3.2
Sei fair, lass die Tonne leer

Weltweit landen jedes Jahr 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel auf dem Müll. Das ist schlimm, aber dagegen kann ich als einzelne Person nichts tun. Wirklich? Woran liegt es denn, dass solche riesigen Mengen an noch genießbaren Lebensmitteln in der Tonne landen? Was hängt damit alles zusammen? Und trage ich eventuell dazu bei, vielleicht sogar ohne es zu merken?
Wir wollen die Hintergründe und Ursachen der Lebensmittelverschwendung beleuchten, globale Zusammenhänge aufzeigen und gemeinsam überlegen, wie man selbst etwas dafür tun kann, damit Lebensmittel nicht in der Tonne landen. Frei nach dem Motto: Global denken, lokal handeln.

ReferentIn David Jans
Veranstalter Foodsharing Stuttgart
Raum Tanzsaal, 3. OG links

WORKSHOP 3.3
Ein anderes Leben ist möglich – Wiederaufbau in Kobanê/Nordsyrien

Vor einem Jahr ist es den kurdischen Selbstverteidigungskräften gelungen, den brutalen Überfall des IS zurückzuschlagen und ihre Stadt Kobanê in Nordsyrien zu befreien. Hintergrund des Überfalls war, dass vor 4 Jahren bereits in dem vom Bürgerkrieg zerrütteten Syrien in Rojava bzw. Westkurdistan eine demokratische Revolution stattfand: Eine neues Gesellschaftmodell wurde ins Leben gerufen: Demokratische Strukturen und Selbstverwaltung, gleiche Rechte und Förderung der Frauen, Religionsfreiheit und friedliches Zusammenleben aller hier lebenden Völker, der Kurden, Araber, Türken, Armenier, Assyrer, Jesiden. Und das mitten in der Umgebung von islamisch-faschistischen Terror, feudalistischen Traditionen, Embargo und Bekämpfung durch die Türkei. Diese Errungenschaften wurden mit der Schlacht um Kobanê entschieden verteidigt. Der errungene Sieg ist ein Signal, welches allen Menschen Mut macht, die weltweit um Demokratie und Freiheit ringen. Da dürfen die Menschen in Kobanê nicht alleine gelassen werden. Die Stadt war zu 80% zerstört, etwa 2 Mio. Menschen mussten aus Rojava fliehen. Doch das Leben kehrt zurück. Für die Rückkehr der Flüchtlinge ist der Wiederaufbau entscheidend. Der Bau eines Gesundheitszentrums für die medizinische Versorgung durch deutsche und internationale humanitäre Aufbauhelfer setzt ein Zeichen: Kobanê wird wieder aufgebaut.

ReferentIn Harald André, Kobanê Initiative
Veranstalter Stuttgart Open Fair
Raum Saal, 2. OG rechts

WORKSHOP 3.4
Ist wählen alternativlos?

Vorgestellt und diskutiert wird das Vaihinger Manifest der “Demokatieforums der Empörten und Engagierten”, das mit der Demokratie-wie-wir-sie-haben nicht einverstanden ist und sich für die Demokratisierung der Demokratie einsetzt. (www.vaihinger-manifest.de)

Das Manifest zeigt Defizite auf und schlägt Lösungen für verschiedene Bereiche der Politik vor. Es greift Themen auf wie den zunehmenden Einfluss der Wirtschaft auf Bildung, Politik und Wissenschaft sowie Verfahren der Repräsentation. Mit Fishbowl-Diskussion.

ReferentIn Peter Gruber, Initiative Mitmachen ohne mitzuspielen
Veranstalter Stuttgart Open Fair, Initiative Mitmachen ohne mitzuspielen
Raum Foyer, EG links

WORKSHOP 3.5
Widerstand gegen Militärbasen am Beispiel AFRICOM und Italien“

Militärstrukturen beeinflussen stark den Alltag vieler Regionen und Städte in ganz Europa. Bis in die örtliche Politik, Wirtschaft, Kultur und sozialen Gefüge dringt die Präsenz von Militärbasen sowie Truppenübungsgeländen ein – oftmals verbunden mit gravierenden Auswirkungen auf die Umwelt. Die Vielseitigkeit der von Militärbasen ausgehenden Militarisierung von Städten ist sowohl in Stuttgart als auch auf Sardinien und im sizilianischen Niscemi oft ebenso unübersehbar wie der Widerstand gegen diese. In diesem Vortrag soll am Beispiel Stuttgarts, Niscemis und Sardiniens die Auswirkungen militärischer Strukturen und die Vielfalt an Widerstandsformen gegen diese aufgezeigt werden.

ReferentInnen Jaqueline Andres und Thomas Mickan
Veranstalter Informationesstelle Militarisierung
Raum Raum 3, 2. OG rechts

WORKSHOP 3.6
Märchenerzählen für Erwachsene: Die innere Heimat der Geschichten

Jedes Volk, jede Kultur verfügt über einen Geschichtenschatz, der Teil seiner Identität ist. Geschichten ziehen unsichtbare Fäden zwischen den Zeiten und den Kulturen. Zu allen Zeiten gab es Menschen, die vor Hunger und Krieg fliehen mussten, alles hinter sich gelassen hatten: sie suchten eine neue Heimat, brachten ihre Geschichten mit und bereicherten sie mit neuen. Gute Geschichten ziehen unsichtbare Fäden zwischen Kulturen, Generationen, Menschen von hier oder von dort. Sie verleihen Kraft und Identität, geben Orientierung und Hoffnung, sie bilden eine „innere Heimat, eine Heimat ohne Grenzen” in und für unsere Welt.
Odile Néri-Kaiser, Erzählerin, hat viele Jahre lang Migrant/innen und Asylbewerber/innen in verschiedenen Ländern gehört, deren Geschichten gesammelt. Sie gibt Euch Einblick in die Innere Heimat der Geschichten, in die Kunst, sie vom Mund zum Ohr zu vermittelt.

ReferentIn Odile Néri-Kaiser
Veranstalter Ars Narrandi e.V.
Raum Raum 4, 2. OG rechts